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Online-Test: „Welcher Bad-Typ sind Sie?“

Die Einrichtung und Ausstattung der eigenen vier Wände gestaltet sich manchmal schwieriger als erwartet. Oft stehen Endverbraucher vor der Qual der Wahl und werden von der Vielfalt an Möglichkeiten schier erschlagen. Auch bei der richtigen Badgestaltung gilt es die richtige Balance zwischen ansprechendem Design und Funktionalität zu finden. Hierbei will der Badhersteller Kaldewei unterstützen und veröffentlichte jüngst seinen schnellen Online-Test „Welcher Bad-Typ sind Sie?“.

Mit Hilfe des kleinen Online-Tools solle der persönliche Stil in eine von drei Kategorien eingeordnet und der Nutzer zu einer passende Badlösung inspiriert werden. SHK-Profis profitieren hiervon ebenfalls bei der Kundenberatung.

Durch gezielte Fragen zu Badeverhalten und individuellen Bedürfnissen wird der Nutzer in die jeweilige Kategorie „luxuriös“, „familiär“ oder „puristisch“ eingeordnet. Zum Abschluss werden außerdem dem Stil entsprechende Produktfamilien empfohlen, mit denen sich ein individuelles Badezimmer zusammenstellen lässt.

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Fachkonferenz zum EuGH-Urteil über europäische Normen

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist es in Deutschland für einen großen Bereich von Bauprodukten verboten, eigene nationale Qualitätsanforderungen zu stellen. Anstelle der zum Teil strengeren deutschen Baunormen treten hier nur noch die deutlich schwächeren Anforderungen europäischer Normen. Die darauf folgende Änderung des Bauordnungsrechts stieß bei vielen Praktikern und Verbänden auf großen Widerstand.

Welche Konsequenzen das EuGH-Urteil für Akteure der Baubranche hat, thematisiert der TÜV Rheinland und das Sentinel Haus in einer eintägigen Fachkonferenz am 15. November 2017 in Köln. So stehen vor allem neue Herausforderungen und Lösungen für die gesundheitliche Sicherheit von Gebäuden im Mittelpunkt der Fachvorträge. Die Veranstaltung richtet sich an alle Vertreter von Bauunternehmen, Baustoffhandel, Fertighaushersteller, Kommunen sowie Architekten und Bauingenieure.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf der Homepage des TÜV Rheinlands unter www.akademie.tuv.com

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Brötje veröffentlicht Fachinformationen zur Gasartenumstellung

Bereits seit 2015 läuft in Deutschland eines der größten Erdgas-Infrastrukturprojekte: die Umstellung von L-Gas (low calorific gas) auf H-Gas (high calorific gas). Ersteres stammt dabei aus Quellen in Deutschland und den Niederlanden, letzteres überwiegend aus Norwegen, Russland und Großbritannien. Darüber hinaus enthält H-Gas einen höheren Methangehalt und besitzt daher einen höheren Brennwert.

Während moderne Geräte über elektronische Verbrennungsoptimierungen verfügen und sich der jeweiligen Gasarten anpassen, müssen ältere Geräte teilweise aufwendig umgebaut werden. Zwar obliegt die Umrüstung laut den Heizexperten von Brötje dem Gasversorger, den Organisations- und Zeitaufwand hat jedoch der Besitzer der Heizungsanlage.

Um hier eine Hilfestellung zu geben, stellt der Heizungsanlagenhersteller Brötje für all seine Geräte, die ab 1978 verkauft wurden, Umrüstsets auf Erdgas H zur Verfügung. Welche Umbaumaßnahmen für welche Geräte notwendig und passend sind, kann aus einem kürzlich veröffentlichten, 700 Seiten dicken Handbuch entnommen werden. Dieses kann ab sofort auf der Internetseite des Herstellers angefordert werden.

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Durchwachsene Halbjahresbilanz im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalt

Mit Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten durch das Statistische Bundesamt, zeige sich, dass sich die Nachfrage nach Bauleistungen in Sachsen-Anhalt im ersten Halbjahr 2017 positiv entwickelt habe. Außerdem habe dies zu einer Stabilisierung der Bautätigkeit im Bundesland geführt, erklärt Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt e. V. auf der offiziellen Verbandshomepage.

Demnach erhöhte sich der Gesamtauftragseingang des Bauhauptgewerbes um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Volumen von rund 988,5 Millionen Euro. „Nach einem schwachen Jahresstart stiegen die Aufträge ab März etwas an und sorgten für das leichte Halbjahresplus“, wird Momberg auf der Verbandshomepage www.bauindustrie-ssa.de zitiert. Der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalt lag dabei bei rund 902,6 Millionen Euro und liegt etwa auf Vorjahresniveau.

Auch wenn der Auftragseingang im ersten Halbjahr eine Höhe von 125,8 Millionen Euro erreichte (+7,3 Prozent), ließ die Nachfrage im Wohnungsbau im bisherigen Jahresverlauf tendenziell eher nach, so Momberg. Mit einem Volumen von 148,6 Millionen Euro lag der Umsatz 3,4 Prozent hinter dem Vergleichswert aus 2016.

Auch der Wirtschaftsbau musste einen Rückgang der Auftragseingänge um 7,4 Prozent hinnehmen. Insgesamt lag das Auftragsvolumen hier bei 431,4 Millionen Euro. „Zurückzuführen war das auf einen starken Nachfrageeinbruch im ersten Quartal 2017, die Frühjahrsbelebung brachte eine gewisse Entspannung, aber noch keine Trendwende“, erklärte Momberg. Dennoch wurde auch hier der Umsatz um 4,2 Prozent auf 447,7 Millionen Euro gesteigert.

Lediglich im öffentlichen Bau entwickelte sich die Nachfrage nach Bauleistungen im ersten Halbjahr 2017 positiv. So betrug der Zuwachs an Auftragseingängen 12,4 Prozent und belief sich auf rund 431,3 Millionen Euro. Allerdings lag das Umsatzaufkommen des Bauhauptgewerbes mit 306,3 Millionen Euro um 3,2 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. „Hier erwarten wir angesichts der Auftragsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte ein besseres Ergebnis“, sagt Momberg.

Die Beschäftigungszahlen im Bauhauptgewerbe gingen ebenfalls um 2,1 Prozent zurück und lagen bei rund 15.400 Beschäftigten. Insgesamt sank die Zahl der Arbeitslosen mit Bauberufen jedoch um 19,8 Prozent auf rund 4.300.

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Anzahl an Rücknahmestellen von Montageschaumdosen steigt

Zum Abdichten, Dämmen oder Isolieren sind Montage- bzw. PU-Schäume auf den meisten Baustellen unverzichtbar. Doch was geschieht mit alten und verbrauchten PU-Schaumdosen? Im besten Fall werden sie recycelt! Denn in speziellen Recyclinganlagen, wie beispielsweise in Thurnau, können PU-Schaumdosen zu über 95 Prozent verwertet werden.

Inzwischen bieten über 500 Baustoffhändler aus dem Fach- und Großhandel, Einkaufsgenossenschaften und Beschlaghändler ihren Kunden an, leere PU-Schaumdosen zurückzunehmen. Zudem bieten kommunale Wertstoffhöfe und Baumärkte weitere Rückgabemöglichkeiten an. Wo und bei welchem Händler leere PU-Schaumdosen abgegeben werden können, zeigt die neue Onlinesuchfunktion des Recyclingspezialisten PDR unter www.pdr.de. Dass sich die Suche nach Rückgabemöglichkeiten einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut, zeigen die neusten Zahlen: So wurde bereits im Frühjahr die 2.500er Marke geknackt.

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Bdla veröffentlicht Landschaftsarchitekten-Handbuch 2017-2018

Einmal im Jahr veröffentlicht der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) ein Handbuch mit allen Verbands-relevanten Daten und Fakten. Das diesjährige Handbuch bietet auf insgesamt 212 Seiten im handlichen A5-Format eine aktualisierte Übersicht über die Strukturen und Statuten des Verbandes sowie seine Mitgliedschaften.

In einem gesonderten Kapitel wird außerdem ausführlich über die Veröffentlichungen aus dem Wettbewerb Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis berichtet. Des Weiteren finden sich im Kapitel Service die Profildarstellung „Landschaftsarchitekten – Planen für Mensch und Natur“ sowie „Serviceleistungen – Was der bdla seinen Mitgliedern bietet“. Abgerundet wird dieser Abschnitt durch eine umfangreiche und fortgeschriebene Literaturliste.

Darüber hinaus enthält das Landschaftsarchitekten-Handbuch 2017-2018 das Verzeichnis der ca. 1300 bdla-Mitglieder, die Sachverständigenliste sowie Auskünfte über Ausbildungsstätten der Landschaftsarchitektur. Ergänzend listen die internationalen Landschaftsarchitekturverbände IFLA und IFLA-Europe wichtige Behörden, Verbände und Institutionen von nationalem Rang auf.

Das im Patzer Verlag, Berlin/Hannover erschienene Landschaftsarchitekten-Handbuch 2017-2018 kann unter anderem über die Homepage des bdla bestellt werden.

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Online-Tool zur Berechnung von Regenwasser-Zisternen

Wer aus ökologischen oder ökonomischen Gründen nach Einsparmöglichkeiten beim Wasserverbrauch sucht, könnte auf der Homepage der Mall GmbH fündig werden. Mit einem neuen Online-Toll ist es dort nämlich möglich, die ideale Zisternengröße individuell zu berechnen.

Hierzu müssen lediglich Angaben zur Regenwassernutzung (beispielsweise für die Waschmaschine, der Gartenbenutzung oder für die Toilettenspülung), zu Anzahl der Personen im Haushalt, der verfügbaren Dachfläche, der Postleitzahl sowie der Gartengröße gemacht werden.

Zur Berechnung greift das Programm auf die durchschnittlichen Niederschlagsdaten der Wetterstationen in ganz Deutschland zurück. Mit einer optimierten Zisterne lassen sich in einem vier-Personen-Haushalt auf diese Weise bis zu 80.000 Liter Trinkwasser im Jahr einsparen.

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Gute Halbjahresbilanz bei H+H International

Der dänische Hersteller von Porenbeton H+H International konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2017 erneut leicht steigern. „Die Konzentration der Ländergesellschaften auf die Steigerung des Kundennutzens und besonders hochwertige Produkte zeigt in allen Märkten Erfolg. Nicht nur die verkauften Mengen, sondern auch das Ergebnis wuchsen in den ersten sechs Monaten des Jahres in nahezu allen Ländern erneut zum Vorjahr“, wird CEO Michael T. Andersen in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert.

Demnach erzielte der Konzern im ersten Halbjahr 2017 ein operatives Ergebnis von fast 60 Millionen Dänischen Kronen (rund acht Millionen Euro) bei einem Umsatz von insgesamt 821,5 Millionen Dänischen Kronen (rund 110 Millionen Euro).

Wie für Andersen stellt auch für Heinz-Jakob Holland, Geschäftsführer H+H Deutschland, die erfolgreiche Vermarktung leistungsstarker Produkte die wichtigste Säule des Erfolges dar.

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Gutes Jahr für den Fenstermarkt

Der anhaltende Bauboom macht auch am Fenstermarkt nicht Halt: Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Interconnection, konnte der Fenstermarkt in Westeuropa seinen Absatz 2016 um 2,9 Prozent auf rund 59,8 Millionen verkaufte Fenstereinheiten steigern. Bis 2020 wird ein weiterer Anstieg erwartet.

Das stärkste Wachstum konnte mit vier Prozent in der DACH-Region verzeichnet werden. Stärkster Markttreiber ist dabei vor allem die erhöhte (Neu-)Bautätigkeit aufgrund der Wohnungsknappheit in Ballungsräumen. Auch die erhöhte Zuwanderung verstärkt den Druck auf den Wohnbau zusätzlich. Vor allem in Deutschland reagierte die Politik auf Sonderabschreibungen zur Wohnbauförderung, sodass sich die Baufertigstellung am deutschen Wohnbau mit einem Plus von 13,1 Prozent deutlich erholen konnte.

Der Absatz in Nordeuropa (Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland) erhöhte sich 2016 um insgesamt 3,1 Prozent. Frankreich und die Beneluxstaaten legten um 2,6 Prozent, Großbritannien und Irland um 2,5 Prozent zu. Wegen der Kursschwankungen konnte in Großbritannien jedoch kein größerer Umsatz generiert werden. Bereits für dieses Jahr rechnet Interconnection zudem damit, dass der Absatz in dieser Region erstmals seit langem stagnieren wird. Den geringsten Absatzanstieg verzeichneten Italien, Spanien und Portugal mit einem Wachstum von 1,5 Prozent.

„Markttreiber im Wohnbau ist zwar der Neubau jedoch dominiert das Renovierungssegment noch immer alle fünf untersuchten Teilmärkte“, heißt es dazu auf der Internetseite von Interconnection. So machen Renovierungen in Südeuropa rund 72,5 Prozent des Gesamtmarktes aus. In Nordeuropa seien es 63,7 Prozent, in Großbritannien und Irland 63,2 Prozent, in Frankreich und Benelux 61,9 Prozent und in der DACH-Region 52,9 Prozent.

Am meisten vom Wachstum im Wohnneubau profitieren Kunststofffensterhersteller. So waren 2016 42,8 Prozent der neu eingesetzten Fenster aus Kunststoff. „Wohnbauprojekte sind oft preisgetrieben, weshalb kostengünstige Kunststofffenster zum Einsatz kommen“, wird Laszlo Barla, Autor der Studie, auf der Firmenhomepage zitiert. „Vor allem Wohnbauprojekte in Ballungszentren sind preisgetrieben, weshalb Anbieter aus Osteuropa in der Regel den Zuschlag erhalten. PVC gewinnt daher auch in den nächsten Jahren Marktanteile. Metall (25.8%) hingegen ist leicht rückläufig, weil der Objektbau nur langsam in Fahrt kommt.“

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Verwirrung bei Energielabelumstellung: Aus A+++ wird C

Die beliebten Energielabel an Elektrogeräten sollen Laien und Verbraucher schnell und übersichtlich über den Energieverbrauch der jeweiligen Geräte informieren. Das wissen viele: Umfragen zeigen, dass rund 95 Prozent das Label mit den grünen und roten Balken kennen und es in etwa 84 Prozent der Fälle die Kaufentscheidungen beeinflusst.

Leider stoßen gerade die Kennzeichnungen der besten Energieeffizienzklassen A+++ inzwischen an ihre Grenzen. So weist die Initiative HAUSGERÄTE+ auf ihrer Homepage beispielsweise darauf hin, dass bei Waschmaschinen knapp drei Viertel aller angebotenen Modelle bereits die Kriterien der A+++ Klasse erfüllen. Zudem müssen Neugeräte aufgrund von Ökodesign-Mindestanforderungen ohnehin mindestens einer der drei besten Klassen entsprechen.

Die eigentliche Lenkwirkung für Verbraucher sowie der Anreiz für Hersteller, umweltfreundlichere Geräte zu entwickeln, sind somit inzwischen weitestgehend verloren gegangen.

Aus diesem Grund hat die Europäische Union bereits zum 1. August 2017 eine neue Rahmen-Verordnung auf den Weg gebracht, die die Energielabel den aktuellen Bedürfnissen und Anforderungen anpasst. So wurden die bisherigen Plus-Klassen gestrichen, sodass alle Energielabel künftig einheitlich von den Klassen A bis G reichen.

Damit es durch den technischen Fortschritt nicht erneut zu einer „Label-Inflation“ wie bei den alten A+++ Klassen kommt, sollen die Klassen A und B zu Beginn als eine Art Puffer frei bleiben. Kunden sind daher zunächst damit beraten, erstmal C- oder D-Geräte zu kaufen. „Um Verwirrung zu vermeiden, muss deshalb verdeutlicht werden, dass neue, energieeffiziente Geräte mit neuem Label trotz niedrigerer Energieeffizienzklasse sparsamer sind als Geräte mit altem Label“, wird Dr. Jan Witt, Geschäftsführer der HEA-Fachgemeinschaft, auf der Internetseite der HEA-Fachgemeinschaft zitiert.

Für weitere Verwirrung könnte sorgen, dass es über lange Jahre zunächst eine Übergangszeit geben wird, in der Geräte mit altem und neuem Energielabel parallel angeboten werden. Zwar sollen letztendlich alle 16 bereits existierende Energielabel auf das neue Umgestellt und vereinheitlicht werden, allerdings mit unterschiedlichen Übergangsphasen für unterschiedliche Geräte: „Besonders schnell gehen soll es bei Kühl- und Gefriergeräten, Geschirrspülern, Waschmaschinen, Fernsehern sowie elektrischen Lampen und Leuchten. Ziel ist, dass Ende 2019 diese Geräte auch tatsächlich mit dem neuen Label A bis G in den Geschäften stehen. Dagegen bekommen z. B. Heizungen und Warmwasserbereiter frühestens 2026 das neue Energielabel“, schreibt die HEA-Fachgemeinschaft.