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Der Alleskönner für Fliesenleger

Der Monoflex-XL Fliesenkleber sorgt für einfaches Verlegen bei allen Anforderungen. Handwerker profitieren noch bis Mitte April von einer attraktiven Verkaufsaktion.

In besonders anspruchsvollen Einsatzgebieten lässt der Fliesenkleber Monoflex-XL von Schomburg nichts zu wünschen übrig. Mit einer besonders hohen Standfestigkeit, sehr langen Einlegezeiten und einer bis zu 35 Prozent höheren Ergiebigkeit lässt der moderne S1-Flexklebemörtel bei der Arbeit an Wand und Boden kein Problem ungelöst. Noch bis zum 15. April 2019 haben Käufer die Möglichkeit, sich viele Vorteile einer aktuellen Verkaufsaktion zu sichern. Unter dem Motto „Top Performance. Für Top Performer.“ präsentieren deutschlandweit über 100 Händler die aktuelle Kampagne rund um das vielfältige Produkt. Hier können sich Kunden selbst vom leistungsstarken Fliesenkleber überzeugen und erhalten beim Kauf attraktive Zusatzartikel wie zum Beispiel ein Collomix Rührgerät oder ein Powertrikot. Alle teilnehmenden Händler dieser Verkaufsaktion und viele weitere Informationen zur ersten Kampagne mit der „Miss Handwerk 2019“-Kandidatin Anne Heidrich sind unter www.monoflex-xl.de zu finden.

Die Lösung für spezielle Verlegeanforderungen

Monoflex-XL eignet sich für die komfortable Verlegung von Fliesen, Feinsteinzeug und Großformaten auf allen Untergründen gemäß der europäischen Norm für zementhaltige Mörtel DIN 18157, Teil 1 und erfüllt außerdem die Anforderungen des Merkblattes „Flexmörtel“. Durch die sehr lange Einlegezeit und komfortable Verlegeanforderungen eignet sich der zuverlässige S1-Fliesenkleber perfekt für zeitknappe Herausforderungen. Darüber hinaus ist er geeignet zur Verlegung auf mineralischen und dispersionsgebundenen Verbundabdichtungen von Schomburg. Das Top-Produkt von Schomburg ist im wasserdichten 25-Kilogramm-Foliensack erhältlich.

Image: Henk Merjenburgh, Caroline Gasch

Nachhaltig beleuchten

Aus Alt wird Neu, aus ineffizient wird nachhaltig. Zwei Beispiele zeigen die Möglichkeit einer nachhaltigen und stimmungsvollen Architektur-Beleuchtung.

Ende der 90er Jahre stattete die Gemeinde Harderwijk den charakteristischen Vischmarkt mit Bodeneinbauleuchten von WIBRE aus. Damals fiel die Wahl auf Leuchten mit Natriumdampf-Hochdrucklampen wegen der warmen gelben Farbe, die das Ambiente des Vischmartk in den Abendstunden rustikal und atmosphärisch aufwertet. Die Stadtmauer, die Bäume und sogar einige charakteristische Häuser am Vischmarkt wurden beleuchtet. Viele Jahre später entstand der Wunsch der Stadt, diese Leuchten mit nachhaltiger LED-Technik auszustatten. „Aufgrund der deutschen Wertigkeit dieser Edelstahlleuchte und der Tatsache, dass es sich hierbei immer noch um wirklich „handgefertigte“ Einbauten handelt, bestand die Möglichkeit das Innenleben der Leuchte komplett mit neuen LED-Modulen inklusive Netzteil zu ersetzen.“ so Jan Niemeijer vom WIBRE-Partner ESZET Lighting.

Nachhaltige LED-Beleuchtung mit gewohnter Atmosphäre

Da die Atmosphäre des Vishmarkt absolut identisch bleiben musste, wurden bernsteinfarbene LEDs gewählt. Mit einem Vergleichsaufbau zwischen der bestehenden traditionellen Beleuchtung und der langlebigen LED-Beleuchtung konnte ein herausragendes Ergebnis erzielt werden.

Knapp 90 Leuchten befinden sich nun in der Innenstadt und stellen für den Besucher kaum ein Unterschied zwischen alt und neu dar. Noch immer die rustikale und charakteristische Atmosphäre des Vischmarktes, aber mit einem nachhaltigen Touch – LED kann mit Sicherheit warm und stimmungsvoll sein!

Majestätisch und farbenfroh beleuchtet

„Le Jardin de la France“, der Garten Frankreichs, wie die Stadt Tours auch genannt wird, liegt an der Loire, zwischen Orléans und der Atlantikküste. Die geschichtsträchtige Stadt mit ihren unzähligen Brücken, prächtigen Stadtpalais und alten Kathedralen ist wie geschaffen für die urbane Außenbeleuchtung.

Neben zahlreichen Gärten, Boulevards und Terassen thront im Herzen der Stadt das majestätische Rathaus vor dem „Place Jean Jaurès“, ein zentraler Platz und Besuchermagnet mit zwei pompösen Springbrunnen als Wahrzeichen.

Im Zuge einer groß angelegten Sanierung einiger öffentlichen Plätze, wurden die Springbrunnen neu angelegt, restauriert und mit einer durchdachten Lichtplanung neu beleuchtet. Die alten, wartungsintensiven PAR38-Scheinwerfer mit 120 Watt Stromverbrauch wurden demontiert und durch langlebige POW-LED-Scheinwerfer aus Edelstahl ersetzt. So werden bis zu 70 Prozent des Strombedarfs eingespart, die Wartung auf ein Minimum reduziert und zusätzlich die Attraktivität des gesamten Platzes erhöht. Im äußeren Ring des Brunnens sind gleichmäßig je 18 Leuchten direkt hinter den Düsen installiert. Im Inneren strahlen je vier Scheinwerfer das herabfallende Wasser oder die Einzeldüsen an. Die Lichtfarben werden durch das fortlaufend fließende Wasser optimal weiter getragen, so dass der komplette Wasserstrahl leuchtet.

Die gesamte Lichtinstallation ist in die vorhandene DMX-Anlage integriert, so können die Springbrunnen synchron gesteuert und nach Belieben beleuchtet werden. Der „Garten Frankreichs“ ist nun um zwei beleuchtete Wasserattraktionen reicher, und Tours wird diesem Namen mehr und mehr gerecht.

Weitere Informationen gibt es unter www.wibre.de.

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Kamine und Holzöfen – wirklich so umweltfreundlich?

Etwa elf Millionen Brennholzöfen sind in Deutschlands Haushalten im Einsatz. Optisch ein Hingucker und vermeintlich gut für die Umwelt. Letzteres ist aber umstritten.

Wegen der fehlenden fossilen Energieträger beim Heizen mit dem Kamin oder Ofen behaupten viele Nutzer, es sei umweltfreundlicher und weniger schädlich für die Gesundheit. Das ZDF-Magazin Frontal 21 räumt mit diesem Fakt allerdings auf. Dabei werden die Brennholzöfen sogar als „unterschätzte Dreckschleudern“ bezeichnet. So erzeugt Holz beim Verbrennen deutlich mehr Feinstaub als die Alternativen Öl und Gas und auch mehr als der Straßenverkehr. Viele Schornsteinfeger sehen diese Einschätzung allerdings als falsch und finden, dass bei der Messung dahinter viele andere wichtige Faktoren an Ausstößen von Autos nicht beachtet wurden. Als Beispiel wurden als Experiment Luft-Messstationen an einer großen Hauptstraße in Berlin und an einem Berliner Stadtrand installiert. Die gemessenen Feinstaub-Werte lagen erschreckend nah beieinander, dafür verantwortlich sei der Feinstaub aus Holzöfen.

Feinstaub-Partikel und die Gesundheit

Die durch die Holzverbrennung freigesetzten Staubpartikel seien laut einem Forscher in dem Beitrag besonders gesundheitsschädlich für den Menschen: sie dringen bis tief in die Lunge ein und kommen im Holzrauch viel stärker vor als zum Beispiel in Dieselabgasen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bereits vor Jahren einen Grenzwert für das Auftreten von kleinen Feinstaub-Partikeln mit 2,5 Mikrometer Größe aufgestellt. Bei flächendeckenden Messungen in Deutschland lag der Messwert aber deutlich über diesem Grenzwert.

Zu wenige Vorgaben und Regeln für Öfen

Im Beitrag kam dadurch zunehmend die Frage auf, wieso niemand diese Werte und deren Ursprung kontrolliert. Bei Dieselfahrzeugen zum Beispiel gibt es einen Partikelfilter, bei Holzöfen sind sie aber keine Pflicht. Auch wird an Kaminen und Öfen vom Schornsteinfeger nichts direkt gemessen. Laut einem Schornsteinfeger, der für das Magazin im Einsatz war, gibt es keine immissionsschutzrechtlichen Messungen. Es wird stattdessen anhand von verschiedenen Parametern erfragt, was ein Ofen ausstößt. Diese Werte werden vom Hersteller erhoben und angegeben, vorher wurden sie von einer Prüfstelle bestätigt.

Doch auch hier folgt erneut eine Ernüchterung für die Zuschauer: Mitarbeiter des Deutschen Biomasseforschungszentrums haben herausgefunden, dass bei diesen Tests durch die Hersteller und Prüfstellen oftmals die Feinstaubemissionen die Grenzwerte überstiegen haben, obwohl die gemessenen Öfen diesen Wert eigentlich nicht übersteigen dürfen. Dass solche Öfen trotzdem zugelassen sind und sich in täglicher Benutzung befinden, wird im Beitrag folgendermaßen erläutert: So würden die Hersteller die Prüfungen selbst beauftragen und bezahlen und notfalls könne sie sogar wiederholt werden. Außerdem geben die Forscher in dem Beitrag an, dass die Prüfungen darauf abzielen würden, in einer Laborsituation möglichst optimale Bedingungen für die zu messenden Werte zu schaffen.

Der ganze Beitrag geht mit dem Ziel voraus, Fehleinschätzungen bezüglich der momentanen Debatte um saubere Luft aufzuklären und auch andere wichtige Verursacher aufzuzeigen. Kritisiert wird dabei, dass in dieser Debatte der Straßenverkehr und vor allem Dieselfahrzeuge in den Fokus rücken, dass dieser Fokus allerdings häufig zu engstirnig gesetzt wird.

Der Beitrag vom 5. März kann kostenlos in der ZDF Mediathek angeschaut werden. https://www.zdf.de/politik/frontal-21/feinstaub-aus-brennholzoefen-100.html

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Wo lohnt sich der Meistertitel?

Das Vergleichsportal Gehalt.de hat in zwölf ausgewählten Handwerksberufen ermittelt, wo der Meistertitel am meisten Geld bringt. Dabei ergaben sich große Unterschiede.

Berechnet wurden immer die Bruttojahresgehälter mit Ausbildung, die entsprechenden Gehälter mit Meistertitel und ebenfalls der Gehaltssprung zwischen diesen beiden Werten. In der Differenz in Euro belegten Elektroniker den ersten Platz: 36.043 Euro brutto verdient der Elektroniker mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Jahr, mit einem Meistertitel steigt dieser Verdienst auf 44.800 Euro. Die Angabe der Gehälter ist hier in Medianwerten und ist demnach nicht mit dem Durchschnittswert zu verwechseln. Das bedeutet in diesem Beispiel, dass die Hälfte aller Elektriker mit Meistertitel mindestens 44.800 Euro oder mehr verdient. Die andere Hälfte der Befragten verdient also weniger. Die Differenz im Gehalt eines Elektrikers mit beziehungsweise ohne Meistertitel beträgt also 8.756 Euro und entspricht einem Unterschied von 24,3 Prozent.

Goldschmiede und Fleischer ganz vorne

Prozentual gesehen machen die Goldschmiede den größten Gehaltssprung: mit einem Meistertitel verdient man in diesem Beruf 33.651 Euro, mit bloß einer abgeschlossenen Ausbildung nur etwa 27.000 Euro. Goldschmied-Meister erhalten mit 6.812 Euro also 25,3 Prozent mehr Geld als Gesellen. Eine Differenz über 20 Prozent erreichen auch die Fleischer. Am schlechtesten schnitten die Friseure ab. Sowohl die niedrigsten Gehälter als auch die niedrigsten Gehaltssprünge ließen sich hier verzeichnen: mit einem Bruttojahresgehalt von 21.813 Euro für Gesellen und 24.191 Euro für Meister-Friseure ergibt das eine kleine Differenz von nicht einmal elf Prozent. Die anderen untersuchten Handwerke sind beispielsweise Lackierer, Maurer, Dachdecker und Bäcker. Die Differenzen liegen hier häufig zwischen 14 und 20 Prozent. „Der erworbene Meistertitel macht sich nicht immer im Gehalt signifikant bemerkbar. Er ermöglicht aber die Gründung eines eigenen Unternehmens, was sich in der aktuellen Situation des starken Fachkräftemangels besonders auszahlt“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de

Nach Angaben des Vergleichsportals wurden 11.474 Vergütungsangaben von Beschäftigten in Deutschland aus den vergangenen zwölf Monaten in den zwölf Handwerksberufen analysiert.

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Neue Bauinnovationen auf den Knauf Werktagen 2019

Zum 6. Mal und in sechs Städten veranstaltete die Knauf-Gruppe ihre Werktage. Neue Produkte und Services rund um die Bautechnik und Gestaltung wurden hier präsentiert.

Bereits zum 6. Mal hat Knauf seine eigenen Werktage veranstaltet, anstatt auf der BAU-Messe in München auszustellen und sich die Halle mit anderen Teilnehmern zu teilen. Von Mitte Januar bis Mitte Februar bereiste die Knauf-Gruppe mit ihren 12 Partnerunternehmen Berlin, Mainz, Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg und Hannover.

Unter dem Motto „Erleben. Vernetzen. Bauen.“ boten die Ausstellungen allen Fachhandwerkern, Baustofffachhändlern und Architekten viel zu sehen. Dabei konnten sie sich über den aktuellen Stand und neue Techniken in jedem Bereich des Baus informieren. Ob Boden, Wand, Fassade oder Dach – diverse neue Techniken feierten hier ihre Premiere vor interessierten Fachbesuchern. Über 100 anschauliche Modelle zum selbst mit anpacken zeigten neue Lösungen für allerlei Vorgänge auf der Baustelle. Durch die interaktiven Konstruktionen konnten die Fachbesucher außerdem darüber mitdiskutieren, wie sich dadurch die wachsenden Anforderungen an zum Beispiel den Brandschutz, die Akustik und die Energieeffizienz durch die Innovationen realisieren lassen.

Fokus Digital

Im Fokus standen vor allem digitale Lösungen, die am Bau immer wichtiger werden. Hier wurden viele bereits funktionierende Anwendungen vorgestellt. Dazu zählt zum Beispiel die Planung mit dem BIM-Plugin, das das digitale Entwerfen aller Komponenten an einem Bauprojekt vereinfachen und sowohl in 2D als auch 3D anzeigen kann. Auch gibt es einige Apps, die wie „Container +“ beispielsweise das Materialmanagement übernehmen und Übersichten zu benötigten Ressourcen anzeigen können.

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Gegen Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure

Generalanwalt Maciej Szpunar hält die Verbindlichkeit der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Mit Schlussanträgen wehrt er sich.

Bereits im Dezember 2018 wurde das Klageverfahren eingeleitet: Generalanwalt Maciej Szpunar hält die aktuellen Mindest- und Höchstsätze der Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) für unvereinbar mit dem EU-Recht. Das begründet er mit der Niederlassungsfreiheit, die durch die Gebührenordnung eingeschränkt wird, da Ingenieure und Architekten nicht die Möglichkeit haben, sich über immer niedrigere Preise im Markt zu behaupten. An die Mindest- und Höchstsätze aus der Ordnung sind alle Architekten und Ingenieure gebunden. Am 28. Februar 2019 veröffentlichte Szpunar Schlussanträge, um diesen Einwand deutlich zu machen. In der Vergangenheit ist der Europäische Gerichtshof (EuGH) den Empfehlungen des Generalanwalts häufig gefolgt. Für diesen Fall wird im zweiten oder dritten Quartal 2019 ein Urteil erwartet.

Die Klage findet wenig Zuspruch

Die Bundesarchitektenkammer meldet sich mit ihrem wichtigsten Argument gegen das Votum von Szpunar zu Wort: bereits zu Anfang der Ordnung hätten Bundesregierung und allerlei Interessenverbände deutlich gemacht, dass in so einem wichtigen Bereich wie der Baukultur der Qualitätswettbewerb nicht durch den günstigsten Preis, sondern durch die hochwertigste Qualität entschieden werden sollte. Nach ihnen würde ein Preiswettbewerb die Branche ruinieren. Die Bundesingenieurkammer (BIngK) argumentiert ähnlich: „Jeder weiß, dass für einen zu niedrigen Preis keine hinreichende Qualität geliefert werden kann – das gilt auch für Ingenieurleistungen. Daher befürchten wir, dass nach einem Wegfall der Mindestsätze der HOAI nur noch der Preis darüber entscheidet, was beziehungsweise wie geplant und gebaut wird. Die Qualität wäre dann zweitrangig. Wer beim Planen spart, zahlt hinterher beim Bauen drauf“, meint BIngK-Präsident Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer.

Der Verband Beratender Ingenieure (VBI) teilt die Auffassung des Generalanwaltes ebenfalls nicht. Hier findet man die von deutscher Seite vorgebrachten Argumente für eine Beibehaltung der Regelungen schlüssig. Die Vorschriften der HOAI seien ein wertvolles Gerüst und eine Richtschnur für  das Planen und Bauen in Deutschland.

Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) nennt die mögliche Entscheidung für die Forderungen des Generalanwalts als eine „Ohrfeige für den Verbaucherschutz“. Die guten Planungsleistungen und die somit gewohnt gute Qualität des deutschen Baus würden darunter leiden, dass sich Billiganbieter in Deutschland etablieren könnten, wenn man sich beim EuGH für die Änderungen entscheidet. Das würde vor allem die Verbraucher hart treffen. „Deutschland muss verteidigen, was erhalten werden kann“, fordert der BDB-Präsident Hans Georg Wagner.

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Hilfe gegen Unfälle auf dem Bau

Vor allem die Arbeit am Abbruch und Rückbau birgt viele Gefahren. Eine neue „Branchenregel“ gibt jetzt einen Überblick über die wichtigsten Arbeitsschutzbedingungen.

Ob Arbeit unter viel Lärm, in luftigen Höhen oder mit gesundheitsgefährdenden Stoffen – das potenzielle Verletzungs- und Gesundheitsrisiko auf Baustellen zum Abbruch und Rückbau ist hoch. Die neue Branchenregel 101-603 „Branche Abbruch und Rückbau“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hilft jetzt dabei, wichtige Arbeitsschutzbedingungen einzuhalten und Risiken zu minimieren. Dabei wendet sich das Dokument an die Unternehmer selbst, die für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Angestellten verantwortlich sind. „Das Besondere an dieser Branchenregel ist, dass sie ganz unterschiedliche Gefährdungen bündelt und Hinweise gibt, wie sie vermieden werden können. So hilft sie, Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Gesundheitsschäden zu verhindern“, meint Günter Eisenbrandt, Mitarbeiter des zuständigen Sachgebiets im Fachbereich Bauwesen der DGUV.

Fachleute der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und weiterer Berufsgenossenschaften (BG Verkehr, BGHM und BGHW) haben intensiv mit Fachleuten aus der Abbruchbranche zusammengearbeitet, um besonders praxisbezogene Regeln aufzustellen und fachkundige Erfahrungen einzubringen. Auch viele Vertreter der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände haben aktiv an der Branchenregel gearbeitet. „Damit ist sichergestellt, dass die in der Branchenregel enthaltenen Beispiele und Lösungsvorschläge sich bereits in der Praxis bewährt haben“, sagt Eisenbrandt. Das Dokument kann kostenlos auf der Seite der DGUV heruntergeladen werden.

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Neue Richtlinien für Klimaschutz

Attraktive Stadtplanung betreiben, gleichzeitig aber die Auswirkungen auf den Klimawandel berücksichtigen – die neue Richtlinie „VDI 3787 Blatt 8“ soll dies vereinfachen.

Die Kommission „Reinhaltung der Luft“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Deutschen Instituts für Normen (DIN) planen für den 5. Juni ein Expertenforum zur „Stadtentwicklung im Klimawandel“ in Frankfurt am Main. Hierbei stellen sie ihre neue Richtlinie „VDI 3787 Blatt 8“ vor, die den Städten die komplexen Zusammenhänge zwischen stadtklimatischen Charakteristika und planungsrelevantem Agieren aufzeigen soll. Während der Veranstaltung sollen demnach auch bereits realisierte Beispiele aus verschiedenen Städten vorgestellt werden.

Der Grund für das neue 41-seitige Dokument liegt in der aktuellen kommunalen Entwicklung: hier stehen oft keine eindeutigen Strategien und Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung des Ausstoßes von klimarelevanten Treibhausgasen. Häufig stehen die Gemeinden und Landkreise vor finanziellen Engpässen und Unsicherheiten bezüglich möglichen Klimafolgen, die ihnen diese gewünschte Vermeidung von Klimaschäden erschweren. VDI und DIN sind der Meinung, dass die Ansätze Klimaschutz und Klimaanpassung momentan noch weitgehend unabhängig voneinander betrachtet werden, obwohl sie eigentlich in einer engen Wechselbeziehung zueinander stehen sollten. Zwischen den beiden Ansätzen gebe es Konflikte, die gelöst werden müssen, aber auch Synergieeffekte, die genutzt werden sollten.

Interessierte Behörden und Unternehmen können sich auf der Internetseite des VDI zu der Veranstaltung anmelden, die über den ganzen Tag läuft. Alle Teilnehmer erhalten vor der Tagung die Unterlagen zum neuen Richtlinienblatt.

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Wer braucht in Deutschland eine Arbeitserlaubnis?

Um Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erhalten, müssen ausländische Nicht-EU-Bürger sich erst um eine Arbeitserlaubnis bemühen. Doch wie hoch stehen die Chancen?

Ein neues Einwanderungsgesetz, das die Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland regeln soll, ist bereits in der Mache. Doch bis das in Kraft tritt, gelten bereits eindeutige Gesetze für ausländische Arbeitskräfte. Somit müssen sich Nicht-EU-Bürger zunächst um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland kümmern, bevor sie sich um einen Job bewerben dürfen. Streben sie einen Job in einem Berufsfeld mit Fachkräftemangel und Engpässen an, sind die Chancen relativ hoch, dass sie eine erhalten. Welche Berufe dazu gehören, zeigt eine Positivliste der Bundesagentur für Arbeit. Auf ihr sind Berufe wie die Altenpflege, der Rohrleitungsbau und die Mechatronik aufgelistet. Alle EU-Bürger, die nach Deutschland einwandern, haben uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.

Ausländische Studenten und Azubis

Etwas einfacher als ausländische Einwanderer, die in Deutschland arbeiten wollen, haben es ausländische Studenten. Diese haben nach ihrem Examen 18 Monate Zeit, sich einen Arbeitsplatz zu suchen. Haben sie dies in der Zeit geschafft, erhalten sie automatisch eine Arbeitserlaubnis. Etwas anders sieht es bei den Azubis aus: sie bekommen unter gleichen Bedingungen nur 12 Monate nach Abschluss ihrer betrieblichen Ausbildung Zeit, eine Stelle zu bekommen. Akademiker aus dem Ausland, die einen anerkannten Hochschulabschluss haben, können seit August 2012 die sogenannte „Blaue Karte EU“ erhalten. Sie gilt gleichzeitig als Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass derjenige einen Arbeitsvertrag mit mindestens 46.000 Euro Bruttojahresgehalt und die Zustimmung der Zentralen Auslandsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit bekommen hat.

Was Arbeitgeber tun müssen

Damit der Antragsteller seine Erlaubnis bekommt, muss der zukünftige Arbeitgeber der Bundesagentur für Arbeit gleichzeitig detaillierte Auskunft über den Lohn, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen geben. So wird zum einen gewährleistet, dass die beruflichen Qualifikationen des ausländischen Interessenten mit denen in Deutschland vergleichbar sind, zum anderen werden somit gleiche Beschäftigungsbedingungen angestrebt. Ob ein Betrieb die ausgeschrieben Stelle mit einem ausländischen Staatsbürger besetzen darf, kann er vorher über eine Vorabprüfung durch die ZAV erfahren.

Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge

Für Flüchtlinge gelten etwas besondere Umstände: um eine Arbeitserlaubnis beantragen zu dürfen, müssen sie bereits mindestens drei Monate als registrierter Asylbewerber in Deutschland leben. Oft dauert es für diese aber viel länger, eine Stelle zu finden. Das liegt sowohl an den mangelnden Deutschkenntnissen, sowie an der ungewissen Zeit, die ein Flüchtling noch in Deutschland verbringen wird. Davor schrecken die Arbeitgeber oftmals zurück. Auch prüft die Agentur für Arbeit vorher, ob es einen mindestens gleichwertigen Bewerber aus Deutschland beziehungsweise dem EU-Ausland gibt. Ist das nicht der Fall, erhält der Asylbewerber eine Arbeitserlaubnis für den Job.

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Flächenheizung und -kühlung erreichen Rekordhoch

Eine gesamte Länge von 207 Millionen Metern erreichen die verlegten Rohre für Flächenheizungen und -kühlungen 2018 in Deutschlands Decken, Böden und Wänden.

Diese Zahl bedeutet ein Wachstum der Länge um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und stellt somit ein neues Rekordhoch dar. Diese Zahlen wurden jetzt vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und dem Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) mitgeteilt. Während der Heizkörpermarkt im Jahr 2018 einen Rückgang um etwa acht Prozent entwickelte, gibt es im Geschäft um die effizienten Flächensysteme schon seit einigen Jahren einen dynamischen Aufschwung.

Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH, erläutert die vielen Vorteile des Heizsystems. So kann die Flächenheizung und -kühlung mit allen anderen Heizsystemen kombiniert werden und ist nicht nur unkompliziert in der Installation in Neubauten, sondern auch bei gewünschter Modernisierung einer bereits bestehenden Heizung. Hierfür bieten die Hersteller viele passende Systeme zur Installation. Zudem ist das System sehr effizient und sorgt für Wärme im ganzen Jahr. Gleichzeitig kann aber auch das Kühlsystem für den Sommer in einfacher Weise mit dem System kombiniert werden. All diese positiven Eigenschaften machen das Flächenheiz- und Flächenkühlsystem laut dem Geschäftsführer zum momentan populärsten Wärmeübergabesystem.

BDH und BVF haben außerdem eine Veränderung im Einsatz festgestellt: wurden die Flächenheiz- und -kühlsysteme in den vergangenen Jahren eher im Wohnungsbau eingesetzt, so wächst das Interesse am Einsatz in Nicht-Wohnbauten. Die beiden in einem System vereinten Eigenschaften Heizen und Kühlen sorgen auch in Büroräumen und Hallengebäuden für hohe Effizienz und Komfort.